Modernste Asbestanalytik.
Für Ihre Sicherheit
Unsere Asbestanalytik bietet Ihnen zuverlässige Sicherheit – sei es bei Sanierungen, Rückbauprojekten oder Verdachtsfällen in Bestandsgebäuden. BIOLAB betreibt Asbestanalyse nach anerkannten Verfahren, um Ihnen eine fundierte Grundlage für notwendige Maßnahmen zu liefern. Wir untersuchen Materialproben, Staubproben sowie Luftproben auf Asbest und/oder künstliche Mineralfasern.
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Joachim Koppen
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Dr. Matthias Nieuwenhui
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Untersuchungsspektrum Asbestanalytik
Materialproben (Baustoffe, technische Produkte)
Gemäß VDI-Richtlinie 3866, Blatt 5 sowie auf künstliche Mineralfasern, inklusive des Nachweises von lungengängigen WHO-Fasern
Raumluftproben
Gemäß VDI-Richtlinien 3492 (Status-quo-, Kontroll- und Freimessungen) und 3861, Blatt 2 (Geräteabluftmessungen), BGI/GUV-I 505-46 (Arbeitsplatzmessungen) sowie nach der international gültigen ISO 14966
Staubproben/Staubklebeproben
Inklusive des Nachweises von lungengängigen WHO-Fasern
Quantitative Bestimmung des Gehalts von Asbest
Gemäß BIA-Verfahren 7487 in Baustoffen und Asphalten, auf Wunsch unter Berücksichtigung der Vorgaben der TRGS 517
Bestimmung des Kanzerogenitätsindex (KI)
An künstlichen Mineralfasern gemäß BIA-Verfahren 7488
Warum ist Asbest so problematisch?
Asbest wurde über Jahrzehnte hinweg aufgrund seiner Eigenschaften in zahlreichen Bau- und Industrieprodukten verwendet. Es ist extrem hitzebeständig, chemikalienresistent und besitzt eine hohe Festigkeit – ideale Voraussetzungen für den Einsatz in Dämmstoffen, Dachplatten, Bodenbelägen oder Brandschutzmaterialien. Doch mit der Zeit wurde bekannt, dass Asbestfasern durch das Einatmen schwere gesundheitliche Schäden verursachen können. Besonders beim Bearbeiten, Sanieren oder Abreißen asbesthaltiger Materialien können feinste Fasern freigesetzt werden, die in die Lunge gelangen und schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Daher ist eine fachgerechte Untersuchung und Analyse von Materialien unerlässlich, um Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
In Deutschland ist die Verwendung von Asbest bereits seit 1993 untersagt. Ein EU-weites Komplettverbot besteht seit 2005.
Worin kann Asbest enthalten sein?
Bis zu seinem Verbot gab es für Asbest unzählige Anwendungsbereiche. Die Art des Asbests – zum Beispiel schwach gebundener Spritzasbest oder fest gebundener Asbestzement – konnte dabei genauso variieren wie der jeweilige Asbestgehalt. Die für Laien beste Herangehensweise an eine Asbestanalytik ist, zunächst die zu beprobende Materialart zu bestimmen. Denn davon hängt die weitere Vorgehensweise bei Probenahme und Analyseverfahren ab. Im Folgenden finden Sie eine Liste typischer asbesthaltiger Materialien.
- Abstandhalter aus Faserzement
- Abwasserrohr aus Faserzement
- Anstrich, bituminös
- Asbestgewebe
- Asbestpappe
- Asbestschnur
- Ausgleichsmassen
- Cushion Vinyl
- Dacheindeckung/Dachpappe
- Deckenplatte/Wandverkleidung aus Faserzement
- Dichtung, bituminös
- Dichtungsring
- Eternit/Faserzementplatte
- Farbe, hitzebeständig
- Fassadenplatte aus Faserzement
- Fensterkitt
- Fliesenkleber, bituminös
- Fliesenkleber, mineralisch
- Fußbodenbelag Linoleum
- Fußbodenbelag PVC
- Fußbodenbelag Steinholz
- Industrieestriche auf Mg-Basis
- Kabelummantelung
- Kieselgur (Diatomeenerde)
- Kleber, organisch hell
- Leichtbauplatte Promabest
- Leichtbauplatte Sokalit
- Leichtbauplatten
- Mineralische Fliesenkleber
- Organische Kleber
- Putz
- Rohrummantelungen
- Schnüre, Textilien, Pappen, Gewebe
- Schutzbeschichtungen
- Spachtelmasse
- Spritzasbest
- Steinholzestrich
- Trennwand
- Türfüllung Litaflex
- Wandverkleidung aus Faserzement
- Welleternit aus Faserzement
Bitte beachten Sie: Die Materialliste soll Ihnen zur Orientierung dienen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem beziehen wir uns hier ausschließlich auf Fälle, in denen tatsächlich eine Asbestbelastung vorliegt. Natürlich gibt es von den meisten aufgeführten Materialien auch asbestfreie und somit unproblematische Varianten.
Für viele Probenmaterialien ist neben der Asbestanalytik auch die Bestimmung weiterer Parameter (PAK, Phenolindex etc.) notwendig.
Mit der Probenahme fängt alles an
Bitte nutzen Sie das passende Protokollformular, um die Probenahme zu dokumentieren. Die benötigte Probemenge beträgt in der Regel 50 g für Asphalt und bituminöses Material sowie 5 g für Farben und Lacke. Je nach Analyseparameter können jedoch größere Probemengen erforderlich sein. Am besten stimmen Sie sich hierzu kurz mit unseren Experten ab.
Bei Fragen zur erforderlichen Probemenge oder zur Probenahme allgemein können Sie uns jederzeit kontaktieren. Zudem übernehmen wir für Sie auf Wunsch die Asbest-Probenahme
So verpacken und versenden Sie richtig
Um eine präzise und sichere Asbestanalyse durchführen zu können, ist eine sachgerechte Verpackung der Probe essenziell. Hier finden Sie eine kompakte Anleitung zur richtigen Handhabung.
Probenahme sicher durchführen
- Tragen Sie geeignete Schutzausrüstung (Handschuhe, Atemschutzmaske FFP3).
- Minimieren Sie die Staubentwicklung (z. B. durch leichtes Anfeuchten der Probe).
- Entnehmen Sie eine ausreichend große Probe.
Geeignete Verpackung verwenden
- Verwenden Sie keine Glasbehälter. Diese könnten beim Transport zerbrechen. Außerdem muss das Material von uns ohnehin in Plastiktüten umverpackt werden.
- Verpacken Sie die Probe luftdicht in einen reißfesten, verschließbaren Kunststoffbeutel. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie den Beutel mit der Probe in einen weiteren Beutel eintüten (Doppelverpackung).
- Nutzen Sie für verschiedene Proben jeweils einzelne Tüten.
Versand und Kennzeichnung
- Nutzen Sie das passende Protokollformular (s. o.) und legen Sie es der Sendung ausgefüllt bei.
- Verwenden Sie einen stabilen Karton als Außenverpackung.
- Achten Sie darauf, dass die Sendung gut gepolstert ist.
- Markieren Sie das Paket mit „Vorsicht: Materialprobe“ (kein Gefahrgutkennzeichen erforderlich).
- Empfängeradresse:
BIOLAB Umweltanalysen GmbH
Bienroder Weg 53
38108 Braunschweig
Die verschiedenen Analysemethoden. Abhängig vom Belastungsgrad
Die Wahl des richtigen Analyseverfahrens ist entscheidend, um eine zuverlässige Einschätzung der Asbestbelastung zu erhalten. Je nach vermutetem Asbestgehalt kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz, die sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen ermöglichen.
Analyseverfahren für Materialien mit hohen Asbestgehalten
Für Materialien, bei denen ein hoher Asbestgehalt erwartet wird, führen wir die Untersuchung nach VDI 3866, Blatt 5 (Bruchkante, Zielpräparat) durch. Diese Methode ermöglicht eine präzise Bestimmung von Asbestfasern in massiven Werkstoffen. In Einzelfällen kann die Methode aufgrund der Materialbeschaffenheit angepasst werden.
- Abstandhalter aus Faserzement
- Abwasserrohr aus Faserzement
- Anstrich, bituminös
- Asbestgewebe
- Asbestpappe
- Asbestschnur
- Cushion Vinyl
- Dichtung, bituminös
- Dichtungsring
- Eternit/Faserzementplatte
- Fassadenplatte aus Faserzement
- Fensterkitt
- Fliesenkleber, bituminös
- Fußbodenbelag Linoleum
- Fußbodenbelag PVC
- Fußbodenbelag Steinholz
- Kabelummantelung
- Kieselgur (Diatomeenerde)
- Kleber, organisch hell
- Leichtbauplatte Promabest
- Leichtbauplatte Sokalit
- Leichtbauplatten
- Mineralische Fliesenkleber
- Organische Kleber
- Rohrummantelungen
- Schnüre, Textilien, Pappen, Gewebe
- Schutzbeschichtungen
- Spritzasbest
- Steinholzestrich
- Trennwand
- Türfüllung Litaflex
- Wandverkleidung aus Faserzement
Welleternit aus Faserzement
Analyseverfahren für Materialien mit niedrigen Asbestgehalten
Bei Materialien mit einem zu erwartenden niedrigen Asbestgehalt werden empfindlichere Verfahren angewendet. Im Einzelnen sind das VDI 3866, Blatt 5 (Streupräparat) mit einer Nachweisgrenze von 0,1 Gew.-% sowie VDI 3866, Blatt 5, Anhang B (Suspensions- oder Filterpräparat) mit einer Nachweisgrenze von 0,001 Gew.-%.
- Anstrich, bituminös
- Ausgleichsmassen
- Dacheindeckung/Dachpappe
- Farbe, hitzebeständig
- Fliesenkleber, mineralisch
- Industrieestriche auf Mg-Basis
- Putz
- Spachtelmasse
Analyseverfahren für Rohstoffe, Asphalte und Bauschutt
Bei Rohstoffen, bituminösen Straßenbelägen und Bauschutt geht es in der Regel um die quantitative Bestimmung geringer Massenanteile an Asbest. Je nachdem, wie mit dem Material verfahren werden soll, sind unterschiedliche Grenzwerte einzuhalten. Für zu entsorgendes Material liegt dieser Grenzwert bei 0,1 Gew.-%. Soll eine Einschätzung bezüglich des Arbeitsschutzes vorgenommen werden, muss auf einen Grenzwert von 0,008 Gew.-% an lungengängigen Fasern hin untersucht werden.
Die Untersuchungsmethoden im Detail
Hierbei werden die Proben je nach Anlieferungszustand durch Einfrieren und Brechen aufbereitet und homogenisiert. Ein repräsentativer Anteil wird bei 400 °C geglüht, um die bei der Analytik störenden organischen Bestandteile zu beseitigen. Der Glührückstand wird auf eine Korngröße von < 100 μm vermahlen. Eine Teilmenge (20 mg) des Pulvers wird in Suspension gebracht und diese auf einen mit Gold bedampften Kernporenfilter (Nennporendurchmesser 0,2 μm) abfiltriert. Die Filteroberfläche wird dann auf Asbestfasern untersucht. Bei einer Untersuchung hinsichtlich der Unterschreitung des Grenzwertes von 0,1 Gew.-% für die Deponierung bzw. Wiederverwendung des Materials werden alle Fasern mit einer Länge von > 5 μm und einem Längen-/Dickenverhältnis > 3 ausgewertet.
Hierbei werden für die Berechnung des Messergebnisses ausschließlich Fasern mit einem Durchmesser < 3 μm (WHO-Fasern) berücksichtigt. Für die Analyse können die Proben in unterschiedlicher Form und Menge angeboten werden: als Bohrkerne, Aufbruch, vorgebrochenes Granulat, in Pulverform. An allen Probenmaterialien kann zunächst nach vorheriger Aufbereitung ein qualitativer Nachweis von Asbest durchgeführt werden. Bei der nachträglichen Quantifizierung werden die Kosten für die Aufbereitung verrechnet.
Bitte achten Sie darauf, dass die an uns übergebene Probe repräsentativ für die zu verarbeitende Gesamtmenge ist. Wir beraten Sie hierzu gerne bzw. führen die Probenahme für Sie durch.
Modernstes technisches Equipment
Wir investieren regelm„áig in unsere Ausstattung, um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Unser Laboratorium verfgt ber mehrere hochmoderne und leistungsstarke Rasterelektronenmikroskope (REM) in verschiedenen Ausfhrungen. Jedes einzelne enth„lt eine Probenkammer fr bis zu 36 Proben. Auch umfassende Auftr„ge mit mehreren Materialeing„ngen k”nnen so von uns schnell und professionell abgearbeitet werden. In unserem neuesten Ger„t Axia ChemiSEM k”nnen zudem problemlos auch gr”áere Proben analysiert werden. Zudem ist es mit moderner ColorSEM-Technologie ausgestattet. Dabei handelt es sich um ein innovatives bildgebendes Verfahren mit Live-Quantifizierung.
Ihre qualifizierten Ansprechpartner
Unsere erfahrenen Fachkräfte stehen Ihnen bei allen Fragen rund um die Asbestanalytik kompetent zur Seite. Ob Sie eine erste Einschätzung benötigen oder eine konkrete Untersuchung beauftragen möchten – wir beraten Sie umfassend zu den geeigneten Analyseverfahren und begleiten Sie durch den gesamten Prozess.
Hergo Lensky
Joachim Koppen
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